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Daten:

Bürgermeisterin:
Katja Kieslich

Sprechzeiten:
Donnerstag, 15:00 - 18:00 Uhr
im Bürgermeisteramt, Rathaus Heldburg

Einwohner: 2366
Wahrzeichen: Veste Heldburg

Impressionen:

Bad Colberg – Heldburg

Dort, wo im südlichen Teil des Landkreises Hildburghausen die Veste Heldburg über ein sanftes Hügelland herausragt, kleine Orte mit Fachwerkbauten und rot gedeckten Dächern das Landschaftsbild prägen, befindet sich das Gebiet der Stadt Bad Colberg-Heldburg. Auf einer Gesamtfläche von 5343 ha vereinten sich im Februar 1993 die bis dahin selbstständigen Gemeinden: Heldburg mit OT Einöd, Gellershausen, Lindenau, Völkershausen, Holzhausen und Bad Colberg zu einer Einheitsgemeinde mit heute 2.174 Einwohnern.

Um das Wahrzeichen der Stadt, die Veste Heldburg, herum bewegen sich die Aktivitäten von Bad Colberg-Heldburg auf dem Weg zu einer attraktiven Kur- und Tourismusregion. Weitere Potenziale, wie der naturnahe Landschaftsraum des Heldburger Unterlandes, historisch wertvolle Fachwerksubstanzen in allen Ortsteilen, die Thüringer Terrassentherme  in Bad Colberg und die „Shadow Creek Ranch“ in Einöd bieten die besten Voraussetzungen dazu. Im Regionalen Raumordnungsplan wurde die Stadt Bad Colberg-Heldburg als Kleinzentrum ausgewiesen. Im Interesse dieser wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung erschloss man im Jahre 1992 das Gewerbegebiet "Dennerlesgrund" in Heldburg. Dort sind noch Gewerbeansiedlungen möglich.

Nach wie vor nimmt die Landwirtschaft eine bedeutende Stellung ein. Sie ist nicht nur als Arbeitgeber wichtig, sondern zeigt sich in erster Linie für die Bearbeitung der Äcker und Fluren verantwortlich. Die Stadt Bad Colberg-Heldburg besitzt 1488 ha Kommunalwald mit einem hochwertigen Laubholzmischbestand, der durch das Forstamt Heldburg bewirtschaftet wird.

Über ein weitläufiges Netz gut ausgeschilderter Wanderwege sind die Ortsteile der Stadt und die Orte des gesamten Rodachtals für den wanderfreudigen Gast erreichbar.
Die Einheitsgemeinde ist Standort einer Regelschule und hält für die Kleinsten aller Ortsteile eine Kindertagesstätte bereit.

Rührige Vereine sorgen für das kulturelle Geschehen sowie besondere gesellschaftliche Höhepunkte in den Ortschaften und fördern die Traditions- und Brauchtumspflege. Nach jahrhundertealter Tradition werden von den Dorfgemeinschaften ein kräftiges Bier gebraut und nach überlieferten Rezepten Kuchen in noch vorhandenen Backhäusern gebacken.
Gewählte Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde ist seit dem 01.07.2016 Frau Katja Kieslich.

Das Wappen auf dem Siegel der Stadt Bad Colberg-Heldburg stellt einen auf einem roten, geschwungenen Schild aufrecht stehenden, goldenen Löwen dar, der mit seinen Pfoten einen grauen Turm hält. Der Löwe symbolisiert die Macht, der Turm bezieht sich auf die Stadtbefestigung. Über die Deutung der Farben gibt es keine Unterlagen. Die Stadt Bad Colberg-Heldburg ist seit 1994 Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft "Heldburger Unterland".

Veste Heldburg

Wahrzeichen der Stadt Bad Colberg-Heldburg ist die Veste Heldburg. Die "Fränkische Leuchte", wie sie auch genannt wird, ist aus allen Richtungen kommend von weitem schon zu sehen. Wie ein Märchenschloss überragt die reizvolle Burganlage auf einer bewaldeten Bergkuppe die schöne Landschaft. Trutzige Burgbauten aus dem 15. und 16. Jahrhundert, ein Renaissance-Schlossbau in nobler Eleganz, geziert mit reicher Steinbildkunst, zinnenbegrenzte Terrassen und romantisch verträumte Türme ziehen die Besucher in ihren Bann. Die Veste erhielt auch den Beinamen „Fränkische Leuchte“, da Leuchtfeuer in Gefahrensituationen zur Verständigung mit Coburg genutzt wurden. Vom Turm aus genießt man einen weiten Rundumblick in den Thüringer Wald, nach Coburg, zur Rhön und zum Obermain. Die Legende vom Heiligen Georg als Drachentöter auf dem monumentalen Wandbild fesselt die Besucher ebenso wie die Tragödie von der misslungenen Verschwörung zum Sturz des sächsischen Kurfürsten. Im neogotischen Ambiente der Freifraukemenate erfährt man von der großen Liebe des Meininger Theaterherzogs Georg II. zu seiner nicht ebenbürtigen Gemahlin Ellen Franz, die er zur „Freifrau von Heldburg“ erhob. Die Innenräume der Veste laden zu informativen Ausstellungen und wechselnden Sonderausstellungen ein.

Die Burganlage ist zum Standort des zukünftigen Deutschen Burgenmuseums bestimmt. Im April 2007 wurden bereits die Informationsräume hierzu auf der Veste Heldburg eröffnet. In der ehemaligen Hofstube erläutert die Ausstellung auf ca. 30 Tafeln die wichtigsten Ziele und den Aufbau des Deutschen Burgenmuseums in den Räumen der Veste Heldburg. Anschauliche Farbfotos und informative Texte geben einen Eindruck der Geschichte und baulichen Erscheinung mitteleuropäischer Burgen und des Lebens auf der Burg. Aufgezeigt wird die Entwicklung der Burg vom frühen bis zum späten Mittelalter, aber auch die Zeit des „Nachlebens“ in der Renaissance und im Historismus. Das Deutsche Burgenmuseum wird voraussichtlich im Herbst 2016 seine Pforten öffnen.